Datenschutz Versandhandel

Datenschutz und deutsches Versandhandelsrecht - ein ganz heißes Eisen, seit vielen Jahren!

Wer sich traut, in Deutschland einen Versandhandel zu betreiben, muss sich mit vielen, vielen Gesetzen und Verordnungen herumschlagen, bevor er überhaupt online gehen darf.  Eines der unerfreulichen Themen ist der Datenschutz.

Vorerst, dies ist keine Rechtsberatung, sondern meine Lebenserfahrung. Möchtest du rechtliche relevante Informationen, bist du hier falsch. 
Prinzipiell gilt im deutschen Versandhandel der Grundsatz der Datensparsamkeit, d.h. der Kunde muss dir nur die Informationen über sich geben, die du wirklich benötigst. Du verkaufst per Vorkasse? Kein Grund, nach dem Geburtsdatum oder der Telefonnummer zu fragen. 
Ja, wirst du sagen, aber ich möchte doch dem Kunden zum Geburtstag einen Gutschein zumailen und bei Lieferproblemen möchte ich ihn anrufen. 
Das mag sein, aber will dein Kunde das auch? Man bekommt heute so viele Mails und Anrufe, dass man sich über eine weitere Mail gar nicht mehr freut. Häufig auch dann nicht, wenn sie einen Gutschein enthält (jedenfalls nicht an einem Montagmorgen, aber das ist ein anderes Thema).

Prinzipiell bin ich der Meinung, sollte man so wenig Daten wie möglich sammeln. Hör auf, die IP Adresse deines Kunden bei jedem Login zu speichern. Unterlasse es, die komplette IP an Google zur Analyse zu senden. Und verschicke nicht für jeden Atemzug eine eigene E-Mail. Und knalle nicht fremder Leute PCs mit deinen Cookie Dateien voll. 

Stattdessen:

  • Versende alles in einem. Bestellbestätigung, AGB, Widerrufsbelehrung, den ganzen Mist in einer einzigen E-Mail. 
  • Informiere deinen Kunden über Cookies und lasse ihm die Möglichkeit selbst zu entscheiden, ob und welche er akzeptieren möchte. 
  • Binde deinen Kunden in das Thema Datenschutz ein, indem du ihn in der Kaufabwicklung auf die Datenschutzerklärung hinweist, und gestalten diese so, dass dein Kunde sich gut aufgehoben fühlt. 
  • Schalte die IP Speicherung ab bzw analysiere Besucherdaten nur anonymisiert. 
  • Sende nur E-Mails an Kunden, die ein Kundenkonto haben (kein Gast) und dies ausdrücklich wünschen, sodass niemand seinen Nachbarn in deinem Verteiler eintragen kann. Nutze für Newsletter ein sogenanntes Double-Opt-In Verfahren und versende Newsletter nur über externe Anbieter.

 

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