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Neue FBM-Regeln auf Amazon.de: Was sich ab heute ändert

Amazon führt mehrere Anpassungen für Versand durch Verkäufer (FBM) ein. Die neuen Vorgaben betreffen Lieferzeiten, Bearbeitungsprozesse, Business‑Bestellungen und die Zollabwicklung. Ziel ist eine stabilere Zustellqualität und eine sichere Verarbeitung internationaler Sendungen.

Pünktliche Lieferung wird zur Pflicht

Ab heute gilt eine Mindestquote von 90 % für die pünktliche Zustellung. Amazon misst jede FBM‑Sendung daran, ob sie am oder vor dem zugesagten Datum ankommt. Seller, die diese Vorgabe nicht erreichen, müssen mit Einschränkungen rechnen. Angebote können deaktiviert werden, und neue FBM‑Artikel lassen sich nicht mehr einstellen. Die aktuelle OTDR ist im Bereich Verkäuferleistung sichtbar.

Bearbeitungszeiten werden automatisch angepasst

Amazon reduziert die verfügbaren Standardbearbeitungszeiten auf Kontoebene. Ab heute stehen nur noch 0 oder 1 Tag zur Verfügung. Konten mit bisher 2 Tagen werden automatisch auf 1 Tag gesetzt. Auf SKU‑Ebene bleiben längere Zeiten möglich.

Amazon greift ein, wenn die hinterlegte Bearbeitungszeit nicht zur tatsächlichen Versandgeschwindigkeit passt. Wird ein Artikel regelmäßig schneller verschickt als eingestellt, aktiviert Amazon die automatische Bearbeitungszeit. Das betrifft SKUs, deren Angaben die reale Leistung um mindestens einen Tag überschreiten.

Neue Vorgaben für Business‑Bestellungen

Für Geschäftskunden gelten zusätzliche Anforderungen. Ab heute müssen mindestens 90 % der Bestellungen innerhalb der Geschäftszeiten zugestellt werden. Wird diese Quote nicht erreicht, kann Amazon Angebote für Business‑Kunden deaktivieren. Die Deaktivierung erfolgt ab heute auch für Seller, die die Geschäftszeitquote nicht erfüllen. Damit ist der Oktober‑Punkt aus deinem Originaltext jetzt korrekt integriert.

Für Sendungen aus Drittländern in die EU gelten neue Vorgaben. Sendungen unter 150 Euro müssen über einen zugelassenen Transportdienst laufen. Zusätzlich müssen die IOSS‑Nummer von Amazon und die ASIN‑Informationen an den Carrier übermittelt werden.

Bereiche, die Seller jetzt aktiv prüfen sollten

Damit die neuen Anforderungen erfüllt werden, müssen die eigenen Versandprozesse zu Amazons Vorgaben passen. Besonders wichtig ist die korrekte Pflege der SKU‑Daten und die Nutzung der Automatisierungsfunktionen.

  • SKU‑Bearbeitungszeiten prüfen — realistische Zeiten hinterlegen
  • Automatisierte Versandfunktionen aktivieren — automatische Bearbeitungszeit, automatisierte Versandeinstellungen und Amazon Versandentgelt nutzen
  • OTDR überwachen — pünktliche Lieferquote im Dashboard kontrollieren

Seller, die alle drei Automatisierungsfunktionen nutzen, werden bei OTDR und Geschäftszeitquote nicht negativ bewertet.