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Kaufland Marktplatz erweitert sein Netzwerk: Spanien und Niederlande kommen dazu

Für den Spätsommer 2026 kündigt Kaufland den Start in Spanien und den Niederlanden an. Damit wächst das bestehende Netzwerk, das bereits Deutschland, Tschechien, die Slowakei, Polen und Österreich umfasst. Frankreich und Italien kamen zuletzt hinzu, wo laut Unternehmen jeweils rund 5.000 Händler aktiv sind.

Internationale Dynamik prägt das Wachstum

Der Kaufland Marktplatz verzeichnet im Geschäftsjahr 2025 ein GMV‑Plus von 11,9 %. Besonders stark wächst das internationale Geschäft, das um 124 % zulegt. Die Zahlen zeigen, dass die Plattformstrategie nicht mehr vom deutschen Markt allein getragen wird, sondern von der Ausweitung über mehrere Länder.

Mit allen bisherigen Marktplätzen erreichen Händler laut Kaufland derzeit potenziell 139 Millionen Online‑Kunden. Durch Spanien und die Niederlande steigt dieser Wert auf 220 Millionen. Kaufland nennt außerdem eine durchschnittliche Umsatzsteigerung von 70 % bei Händlern, die nach Kaufland.de weitere internationale Marktplätze nutzen. Diese Zahl zeigt Potenzial, ersetzt jedoch keine wirtschaftliche Prüfung, da zusätzliche Märkte auch zusätzliche Anforderungen mitbringen.

Plattformlogik und technische Vereinheitlichung

Kaufland setzt auf eine zentrale technische Lösung, über die Produktdaten, Bestellungen und Angebote gesteuert werden. Dieser Ansatz soll den Aufwand reduzieren, wenn Sortimente in mehrere Länder übertragen werden. Damit dieser Vorteil im Alltag greift, müssen Übersetzungen, Rechtstexte, Logistik und Kundenservice zuverlässig funktionieren. Internationalisierung bleibt trotz Plattformunterstützung anspruchsvoll.

Kaufland Card Xtra als Bindeglied zwischen Online und Filiale

Die Kaufland Card Xtra verbindet stationären Handel und Online‑Marktplatz. Punkte können in beiden Bereichen gesammelt und eingelöst werden. Zusätzlich stehen Coupons für das Online‑Shopping bereit. Nach Angaben des Unternehmens erfolgen pro Minute bis zu zehn Einkäufe in Verbindung mit der Karte. In Ländern ohne stationäre Kaufland‑Präsenz muss die Marke jedoch zunächst online aufgebaut werden. Beispiele wie Österreich, Frankreich und Italien zeigen laut Kaufland, dass dies funktionieren kann: Dort besuchen monatlich bis zu eine Million Online‑Shopper die jeweiligen Marktplätze. In Österreich stieg die Markenbekanntheit im ersten Jahr um 16 Prozentpunkte.

Wichtige Faktoren für Händler im internationalen Umfeld

  • Reichweitenpotenzial — bis zu 220 Millionen Online‑Kunden
  • Zentrale Steuerung — Produktdaten und Bestellungen über ein System
  • Umsatzchancen — durchschnittlich 70 % Steigerung bei internationaler Nutzung
  • Markenaufbau — Kaufland Card Xtra als Bindungselement
  • Wettbewerbsdruck — starke Konkurrenz in Spanien und den Niederlanden

Umsetzung entscheidet über den Erfolg

Spanien und die Niederlande sind etablierte E‑Commerce‑Märkte mit hohen Erwartungen. Für Händler kann Kaufland eine zusätzliche Vertriebsschiene sein, ersetzt jedoch keine bestehenden Strategien. Relevanz entsteht nur, wenn Produktdaten, Übersetzungen, Zahlungen, Kundenservice und rechtliche Anforderungen zentral und zuverlässig funktionieren. Bleiben Prozesse komplex oder Sichtbarkeit teuer, verliert der Reichweitenvorteil schnell an Bedeutung.