Otto erweitert seinen Marktplatz: Polen startet in ein neues Pilotprogramm
Der deutsche Otto‑Marktplatz öffnet sich weiter für Europa. Nach der ersten Freigabe für niederländische Händler folgt nun Polen. Damit setzt das Unternehmen seinen mehrstufigen Internationalisierungskurs fort.
Neuer Zugang für polnische Verkaufspartner
Ab dem kommenden Monat beginnt ein Pilotprogramm, das ausgewählte polnische Händler auf otto.de zulässt. Die technische Basis dafür wurde bereits vor rund zwei Jahren geschaffen. Seit einigen Monaten läuft die Öffnung für internationale Partner an. Die Niederlande waren das erste Land außerhalb des deutschsprachigen Raums, das Zugang erhielt.
Anforderungen an internationale Händler:innen
Für den Verkauf gelten feste Bedingungen. Eine deutsche Umsatzsteuer-ID ist nicht mehr zwingend notwendig. Otto akzeptiert inzwischen niederländische und bald polnische Unternehmensstrukturen. Voraussetzung bleibt die Teilnahme am OSS-Verfahren. Der Kundenservice muss weiterhin auf Deutsch erfolgen. Neue Händler werden vor der Freischaltung geprüft, um ein qualitativ stabiles Sortiment sicherzustellen.
Die monatliche Grundgebühr beträgt 99,90 Euro. Sie gilt unabhängig vom Umfang des Sortiments. Eine automatische Freigabe erfolgt nicht. Jede Bewerbung durchläuft einen Prüfprozess.
Geplante Erweiterungen bis Ende 2026
Otto plant, den Marktplatz im Laufe des Jahres für weitere europäische Länder zu öffnen. Vorgesehen sind:
- Österreich, Frankreich, Spanien und Dänemark
Retourenregelungen lassen erkennen, dass auch Italien und Tschechien perspektivisch Zugang erhalten könnten. Ein Zeitpunkt dafür ist nicht bekannt.
Bedeutung für den E‑Commerce in Deutschland
Mit der Öffnung erweitert Otto das verfügbare Sortiment und stärkt seine Position im europäischen Onlinehandel. Gleichzeitig entsteht für Händler aus mehreren Ländern ein zusätzlicher Absatzkanal mit klar definierten Anforderungen und festen Gebühren.

