Sichere Passwörter: Schutz für deine Online-Zugänge
Viele Online-Konten sind durch einfache Passwörter gefährdet. Zahlenfolgen wie 123456 oder persönliche Daten wie Geburtstage und Haustiernamen sind leicht zu erraten und sollten nicht genutzt werden.
Länge und Vielfalt sind entscheidend
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) empfiehlt klare Regeln:
- Mindestens 8 Zeichen mit vier verschiedenen Zeichenarten für kurze, komplexe Passwörter
- Mindestens 25 Zeichen mit zwei Zeichenarten für lange, weniger komplexe Passwörter
Keine Wiederverwendung
Ein Passwort darf nicht mehrfach genutzt werden. Ein einfacher Trick: Für jeden Dienst einen zusätzlichen Buchstaben einfügen, der den Anbieter kennzeichnet.
Merkhilfe durch kreative Methoden
Komplexe Passwörter bestehen aus Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen. Um sie besser zu behalten, hilft ein Satz-Trick: Aus jedem Wort den Anfangsbuchstaben nehmen. Beispiel: Dienstags fahre ich immer mit dem Rad um 9.30 Uhr ins Büro = DfiimdRu9.30iB. So entstehen lange Kennwörter, die sich dennoch merken lassen. Ein Sonderzeichen erhöht die Sicherheit zusätzlich.
Mehr Schutz durch Zwei-Faktor-Authentifizierung
Nach der Eingabe von Benutzername und Passwort folgt eine zweite Sicherheitsstufe. Das kann ein SMS-Code, ein sich ständig selbst erneuernder Code (z.B. Google Authenticator), ein Fingerabdruck oder ein USB-Schlüssel sein. Immer mehr Internetseiten bieten diese zweite Sicherheitsstufe, den sogenannten „zweiten Faktor“ an. Wen dem so ist, sollte man das unbedingt nutzen, weil es die Sicherheit des Logins massiv erhöht.
Passwort-Manager als digitale Hilfe
Privatanwender mit bis zu zehn Zugängen können sich einfach ein Passwort wie oben genannt erstellen, und den Anfangsbuchstaben des Anbieters davor oder dahinterhängen. Auf diese Weise hat man lauter unterschiedliche Passwörter, kann sich aber trotzdem den dazugehörigen Anbieter merken. Wer viele Zugänge verwalten muss, profitiert von Passwort-Managern. Sie speichern Kennwörter sicher und können automatisch komplexe Varianten erstellen. Der Zugang erfolgt über ein einziges Master-Passwort. Auf Computerbild.de gibt es dazu ständige Bestenlisten, die zeigen, welcher Passwort-Manager aktuell am besten abschneidet. Auch bei der Stiftung Warentest lohnt es sich reinzuschauen.
Risiken beim Single Sign On
Die Anmeldung über „Google Login“ oder Facebook spart Zeit, birgt aber Gefahren. Wird ein solcher Zugang kompromittiert, sind gleich mehrere Internetseiten betroffen. Besser ist es, für jede Website einen eigenen Zugang einzurichten.

