DHL vereinfacht Zollprozesse für US-Importe: Neuer Service für Händler mit hohem Versandvolumen
DHL hat einen neuen Service eingeführt, der die Zollabwicklung für den Versand in die USA deutlich erleichtert. Zielgruppe sind vor allem Händler mit großem Sendungsvolumen, die regelmäßig Waren über die Grenze bringen.
Effiziente Zollabfertigung durch Konsolidierung
Der neue DHL Consolidated Clearance Service ermöglicht es, mehrere Sendungen unter einer einzigen Zollanmeldung zusammenzufassen. Diese Methode spart Zeit und senkt die Kosten:
- Bis zu zwei Tage schnellere Abwicklung
- Reduzierung der Zollkosten um bis zu 50 Prozent
- Besonders geeignet für Großaufträge
Die Lösung richtet sich an Unternehmen, die bisher über die De-Minimis-Regelung versendet haben und nun auf formelle oder informelle Einfuhrverfahren umstellen müssen.
Umstellung auf neue Einfuhrverfahren
Je nach Warenwert und Produktart gelten unterschiedliche Anforderungen:
- Formelle Verfahren: Für Waren über 2.500 US-Dollar oder regulierte Produkte wie Lebensmittel, Textilien oder Medizinprodukte
- Informelle Verfahren: Für Sendungen zwischen 800 und 2.400 US-Dollar mit erhöhter Dokumentationspflicht
DHL unterstützt Händler bei dieser Umstellung und bietet eine strukturierte Lösung für die komplexer gewordenen Zollprozesse.
Herausforderungen im internationalen Handel
Greg Nichols, Senior Vice President Global Customs bei DHL Global Forwarding, betont die wachsenden Anforderungen im Einzelhandel. Schnelligkeit, Kostenkontrolle und Einhaltung gesetzlicher Vorgaben seien entscheidende Faktoren – besonders in Hochphasen wie dem Black Friday oder dem Weihnachtsgeschäft.
Hintergrund: US-Zollpolitik und Auswirkungen
Seit dem Amtsantritt von Präsident Donald Trump gelten in den USA verschärfte Zollregeln. DHL hatte den Versand für Geschäftskunden Ende August vorübergehend gestoppt und erst nach rund vier Wochen wieder aufgenommen – verbunden mit zusätzlichen Kosten.
Die aktuellen US-Zölle befinden sich laut DHL auf einem Niveau wie zuletzt in den 1930er Jahren. Für Verbraucher sind unerwartete Gebühren und komplizierte Rückgabeprozesse häufig Gründe, grenzüberschreitende Käufe abzubrechen. Der Bedarf an transparenten und effizienten Lösungen ist entsprechend hoch.

