DHL kündigt erneute Preiserhöhung für Geschäftskunden ab 2026 an
Die DHL Group hat offiziell bestätigt: Zum 1. Januar 2026 steigen die Preise für Geschäftskunden erneut. Damit setzt sich die Serie von Gebührenanpassungen fort, die bereits das gesamte Jahr 2025 geprägt hat.
Zusätzliche Kosten rund um Black Friday und Cyber Monday
Im November und Dezember gelten wie gewohnt die Peak-Zuschläge. Neu ist 2025 ein zusätzlicher „Peak-in-Peak“-Zuschlag. Für zwei Wochen rund um Black Friday und Cyber Monday werden 50 Cent pro Paket extra berechnet. Diese Maßnahme trifft alle Geschäftskunden – unabhängig vom tatsächlichen Sendungsvolumen in diesem Zeitraum.
Rückblick: Gebührenanstiege im Jahresverlauf
Die aktuelle Preisanpassung reiht sich ein in eine lange Liste von Erhöhungen und neuen Zuschlägen:
- Januar: Höhere Portokosten für Briefe und Pakete
- März: Einführung von Zollbearbeitungsgebühren
- April: Strafgebühr bei fehlerhaften Versandlabels
- Juli: Monatspauschale für Geschäftskunden
- Juli: Automatischer Zuschlag für GoGreen-Plus
- Juli: Preisanstieg beim internationalen Versand
- Juli: Anpassung der Preise für Warensendungen
- November: Black-Friday-Zuschlag für Geschäftskunden
Kritik aus dem Handel und vom Branchenverband
Die erneute Preisrunde stößt auf deutliche Ablehnung. Viele Händler prüfen Alternativen zu DHL. Auch der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh) äußert sich kritisch. Laut Martin Groß-Albenhausen, stellvertretender Hauptgeschäftsführer, leidet die Partnerschaft unter mangelnder Planbarkeit. Wiederholte Preiserhöhungen und zusätzliche Zuschläge belasten auch jene Händler, die keine saisonalen Spitzenmengen versenden.
Marktposition bleibt vorerst unangetastet
Trotz wachsender Unzufriedenheit bleibt DHL Marktführer im deutschen Paketgeschäft. Wettbewerber wie Hermes oder DPD müssen sich weiterentwickeln, um mit dem Bonner Konzern gleichzuziehen. Ob die angekündigten Preiserhöhungen zu einer spürbaren Abwanderung führen, ist derzeit offen.

