Paketdienste

Rekordhoch bei Beschwerden über Deutsche Post

Die Zahl der Beschwerden bei der Bundesnetzagentur zu Postdienstleistungen hat im ersten Halbjahr 2025 einen neuen Höchststand erreicht. Insbesondere die DHL Group gerät aufgrund ihrer dominanten Marktstellung stark in die Kritik.

Ursachen für den Anstieg

Mehrere Faktoren führten zu Lieferproblemen:

  • Warnstreiks zu Jahresbeginn
  • Hitzewelle im Juni mit reduzierter Arbeitsleistung
  • Abbau von 8.000 Stellen im Brief- und Paketbereich
  • Anpassung gesetzlicher Vorgaben zur Zustellfrist

Diese Entwicklungen führten zu Verspätungen, beschädigten oder verlorenen Sendungen und wachsender Unzufriedenheit.

Zahlen und Verteilung

Die Bundesnetzagentur verzeichnete 22.981 Beschwerden in den ersten sechs Monaten – ein Plus von 13 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Sollte sich die Entwicklung fortsetzen, wird der Rekordwert von 44.406 Beschwerden aus 2024 voraussichtlich übertroffen.

DHL trägt mit einem Anteil von 89 % die Hauptlast der Kritik im deutschen Paketmarkt.

Konzernreaktion

DHL betont, dass die Beschwerden gemessen an der Gesamtmenge der Sendungen marginal seien. Gleichzeitig räumt der Konzern die Auswirkungen von Streiks und Extremwetter ein. Man arbeite kontinuierlich an Verbesserungen, um die Qualität der Zustellungen zu steigern.

Personalkürzungen abgeschlossen

Obwohl die Kritik zunimmt, wurde der Personalabbau planmäßig umgesetzt. Der Stellenabbau, ursprünglich bis Ende 2025 geplant, ist laut DHL bereits abgeschlossen. Die weiteren Folgen für die Zustellqualität bleiben abzuwarten.