Ab 26.08.2025: Neue Einschränkungen beim DHL-Paketversand in die USA
Ab Ende August gelten verschärfte Zollvorgaben für den Versand von Paketen aus Deutschland in die Vereinigten Staaten. DHL reagiert darauf bereits jetzt mit deutlichen Einschränkungen.
Änderungen für Privat- und Geschäftskunden
Die neuen Vorgaben gelten gestaffelt:
- Privatpersonen dürfen ab Samstag nur noch Expresspakete versenden, wenn der Inhalt den Schwellenwert übersteigt. Nur Geschenksendungen bis 100 USD können noch per Post verschickt werden.
- Geschäftskunden sind ab Dienstag vollständig auf Expressversand angewiesen, unabhängig vom Warenwert. Der postalische Versand von Paketen und Warenpost an Privatkunden in den USA ist mit DHL Paket und Deutsche Post nicht mehr möglich. Um es ganz genau zu sagen: Pakete, die nach Freitag, 22.08.2025 angenommen wurden, können nicht mehr als Paket oder Warenpost International weiterbefördert werden.
- Wichtig: Alle Sendungen werden auf korrekte Angaben und eine zutreffende Deklaration geprüft, um Missbrauch zu verhindern.
Nur noch Geschenke bis 86 Euro erlaubt
Der Versanddienstleister DHL, auch bekannt als Deutsche Post, transportiert vorerst ausschließlich Sendungen in die USA, die als Geschenk deklariert sind und deren Warenwert 86 Euro nicht übersteigt. Diese Regelung betrifft private Versender. Liegt der Wert darüber, ist nur noch der Versand per Express möglich.
Auswirkungen und Hintergrund
Laut DHL betrifft die Maßnahme den Großteil der Privatkunden nur geringfügig, da die meisten Sendungen unter dem Grenzwert liegen. Die Einschränkungen sind laut Unternehmen vorübergehend, ein konkretes Enddatum wurde jedoch nicht genannt.
Deutlich stärker betroffen sind Geschäftskunden. Ab Dienstag dürfen sie keine regulären Pakete mehr in die USA versenden. Stattdessen ist ausschließlich der Expressversand zulässig, was mit höheren Kosten und zusätzlichem Aufwand verbunden ist. Die Maßnahme betrifft sämtliche geschäftliche Sendungen, unabhängig vom Warenwert oder der Produktkategorie.
DHL bezeichnet die Einschränkungen als vorübergehend, nennt jedoch keinen konkreten Zeitraum für eine mögliche Rücknahme. Die Unsicherheit über die Dauer der Regelung stellt insbesondere für Unternehmen mit regelmäßigem Versand in die USA eine Herausforderung dar.
Ähnliche Maßnahmen wurden bereits von anderen europäischen Postdienstleistern umgesetzt. Dazu zählen unter anderem:
- Österreichische Post
- belgische bpost
- Postnord aus Schweden und Dänemark
Diese Schritte zeigen, dass die neuen US-Zollvorgaben branchenweit Auswirkungen auf den internationalen Paketverkehr haben.
US-Zollreform als Auslöser
Grundlage für die Änderungen ist ein Erlass der US-Regierung. Ab dem 29. August entfällt die bisherige Zollfreiheit für Importe unter 800 US-Dollar. Für einzelne Artikel können künftig Zölle zwischen 80 und 200 US-Dollar anfallen.
DHL weist darauf hin, dass zentrale Fragen zur Umsetzung noch offen sind. Unklar ist unter anderem, wer die Gebühren erhebt, welche zusätzlichen Daten benötigt werden und wie diese an die US-Zollbehörde übermittelt werden sollen.

