Rechtliches

Händlerbund-Abmahnstudie 2025: Risiken und Reaktionen im E-Commerce

Die aktuelle Händlerbund-Studie zeigt eine klare Entwicklung: Immer mehr Online-Händler sind von Abmahnungen betroffen. 2024 gaben 18 % der befragten Händler an, mindestens eine Abmahnung erhalten zu haben – ein deutlicher Anstieg gegenüber 12 % im Vorjahr. Gleichzeitig empfinden 27 % der Händler eine Zunahme der Abmahnungen, verglichen mit 20 % in 2023.

Wettbewerbsdruck und rechtliche Komplexität

Der E-Commerce-Markt wird zunehmend kompetitiver. 79 % der Händler berichten von einem verschärften Wettbewerb, was die Notwendigkeit rechtlicher Absicherung und kontinuierlicher Shop-Optimierung unterstreicht. Kleine Fehler können bereits zu rechtlichen Konsequenzen führen, da die gesetzlichen Anforderungen komplex und dynamisch sind.

Die gefährlichsten Abmahnthemen

Basierend auf der Studie und ergänzenden Daten aus der Grafik ergibt sich folgendes Ranking der größten Abmahnrisiken:

  • Wettbewerbsrecht: jetzt 42 % (2024), vorher nur 37 % (2023)
  • Verpackungsgesetz: jetzt 40 % (2024), vorher nur 38 % (2023)
  • Markenrecht: jetzt 37 % (2024), vorher nur 31 % (2023)
  • Urheberrecht: jetzt 32 % (2024),vorher nur 29 % (2023)
  • Andere Themen (z. B. GPSR): jetzt 13 % (2024), vorher nur 12 % (2023)

Umgang mit Abmahnungen

Die Reaktionen der Händler auf Abmahnungen sind unterschiedlich. Ein Großteil zeigt sich zurückhaltend oder passiv:
41 % ignorierten die Abmahnung, 27 % suchten eine außergerichtliche Einigung, 25% unterschrieben eine Unterlassungserklärung und 17 % zahlten die geforderte Summe.

Fazit der Studie

Die Händlerbund-Abmahnstudie 2025 verdeutlicht:

Die Zahl der Abmahnungen steigt, rechtliche Stolperfallen wie Wettbewerbsrecht und Verpackungsgesetz dominieren. Viele Händler reagieren nicht oder zögern bei der Konfliktlösung.
Diese Ergebnisse basieren auf der Befragung von 164 Händlern und liefern wichtige Einblicke in die Herausforderungen des Online-Handels.