Zahlarten

BNPL reguliert: Neue Verbraucherschutzregeln ab November 2025

Hintergrund: Verbraucherkreditrichtlinie im E-Commerce

Seit 2023 steht die Überarbeitung der Verbraucherkreditrichtlinie im Fokus der Gesetzgebung im digitalen Handel. Ziel ist es, Kreditmärkte transparenter zu gestalten und gleichzeitig Verbraucher effektiver vor Überschuldung zu schützen. Ein zentrales Element ist die Integration moderner Zahlungsmethoden wie „Buy now, pay later“ (BNPL) in bestehende Regularien.

Buy now, pay later als reguliertes Verbraucherdarlehen

Ein neuer Gesetzesentwurf des Bundesfinanzministeriums stuft BNPL-Zahlungen künftig als Verbraucherdarlehen ein. Bisher blieben Anbieter solcher Zahlungsdienste weitgehend unreguliert. Das ändert sich nun grundlegend.

Neue Pflichten für Anbieter und Auswirkungen auf den Checkout

Ab dem Jahr 2025 gelten für BNPL-Angebote dieselben gesetzlichen Anforderungen wie bei klassischen Konsum- oder Immobiliendarlehen:

  • Verpflichtende Kreditwürdigkeitsprüfung vor Vertragsabschluss
  • Anwendung bestehender Verbraucherschutzmaßnahmen
  • Harmonisierung mit EU-Vorgaben

Das bedeutet konkret: Bei Auswahl der BNPL-Zahlmethode muss im Kaufprozess zwingend eine Bonitätsprüfung durchgeführt werden.

Diese Prüfpflicht liegt in erster Linie bei Zahlungsdienstleistern wie Klarna oder Paypal. Allerdings könnte es erforderlich werden, Zahlungsmodule innerhalb von Onlineshops technisch anzupassen, um diese Prozesse ordnungsgemäß zu integrieren.

Umsetzung der EU-Richtlinie

Grundlage für die nationalen Änderungen ist die überarbeitete EU-Verbraucherkreditrichtlinie, die bis spätestens 20. November 2025 in deutsches Recht überführt werden muss. Damit wird BNPL rechtlich auf ein solides Fundament gestellt und aus der bisherigen Regelungslücke geholt.