Neu: Server Status und Störungsmeldungen per Whatsapp
Folge dem Kanal Fishnet Services auf WhatsApp: https://whatsapp.com/channel/0029Vb8fX86D38CRTXEwOd3l

BFSG-Modul — prüfen, reparieren, dokumentieren

Illustration zum BFSG Plugin für Modified eCommerce: Browserfenster mit Barrierefreiheitssymbol, Lupe, Werkzeug und Dokument
BFSG-Modul — prüfen, reparieren, dokumentieren
BFSG-Modul — prüfen, reparieren, dokumentieren
BFSG-Modul — prüfen, reparieren, dokumentieren
BFSG-Modul — prüfen, reparieren, dokumentieren
BFSG-Modul — prüfen, reparieren, dokumentieren
BFSG-Modul — prüfen, reparieren, dokumentieren
BFSG-Modul — prüfen, reparieren, dokumentieren
BFSG-Modul — prüfen, reparieren, dokumentieren
499,00 EUR
zzgl. 19 % MwSt.
Art.Nr.
41562
Lieferzeit
Voraussichtlicher Beginn der Arbeiten bei heutiger Buchung
Mittwoch 21. Oktober 2026
In dieser Ausführung:
Preis


Das "besser als nichts" Barrierefreiheitsmodul

Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz gilt seit Ende Juni 2025 für den elektronischen Geschäftsverkehr mit Verbrauchern. Technischer Maßstab ist die EN 301 549, die auf die WCAG 2.1 Stufe AA verweist. Die meisten modified-Shops erfüllen davon heute weder die technischen Anforderungen noch die Dokumentationspflicht — und die Barrierefreiheitserklärung, die selbst Pflichtinhalt ist, fehlt in nahezu allen.

Dieses Modul setzt genau dort an.

1. Prüfen. Auf Knopfdruck ruft der Shop seine eigenen Seiten ab und prüft sie gegen 26 automatische Regeln: fehlende Alt-Texte, Formularfelder ohne Label, Bedienelemente ohne zugänglichen Namen, Überschriftenhierarchie, Landmarks, Sprachattribut, doppelte IDs, Tabellenköpfe, entfernte Fokus-Indikatoren, Farbkontraste nach WCAG-Formel und weitere. Jeder Befund kommt mit Schweregrad, WCAG-Kriterium, Fundort, Kontextauszug, Bearbeitungsstand und Notizfeld. Dazu 18 Punkte in einer manuellen Checkliste — für alles, was kein Programm entscheiden kann. CSV-Export als Prüfprotokoll.

Warenkorb und Kasse erreicht die Prüfung über einen Aufzeichnungsmodus: Du öffnest den Shop einmal mit einem zeitlich begrenzten Token, klickst den Bestellvorgang durch, und das Modul prüft die dabei tatsächlich ausgelieferten Seiten. Kein Testkauf, kein nachgebauter Warenkorb.

2. Reparieren. 14 einzeln schaltbare Fixes für die Fehler, die in den Standardtemplates systematisch vorkommen: Skip-Link und Landmarks, Sprachattribut, versteckte Labels für Such-, Newsletter-, Login- und Mengenfeld, zugängliche Namen für Icon-Schaltflächen, wiederhergestellter Fokus-Indikator, tastaturbedienbare Hauptnavigation mit Pfeiltasten und ESC, Fehlermeldungen im Checkout programmatisch mit dem Feld verknüpft, Warenkorbtabelle mit Tabellenköpfen, Pflichtfeld-Kennzeichnung, doppelte IDs.

Jeder Fix hat einen eigenen Schalter — weil irgendwann irgendeine Individualanpassung mit irgendeinem Fix kollidiert, und dann muss genau dieser eine abschaltbar sein, nicht das ganze Modul. Reines JavaScript, kein jQuery vorausgesetzt. Standardmäßig aktiv sind nur die Fixes, die das Aussehen des Shops nicht verändern.

3. Dokumentieren. Generator für die Barrierefreiheitserklärung mit allen Pflichtbestandteilen der BFSGV, je Sprache, per Knopfdruck als Contentseite veröffentlicht. Der eigentliche Kniff: Die offenen Befunde aus der Prüfung fließen automatisch in den Abschnitt „Nicht barrierefreie Inhalte" ein. Prüfung und Erklärung gehören deshalb in ein Modul und nicht in zwei.

Dazu das Feedback-Formular, das die Verordnung verlangt, mit Protokoll der Eingänge und Fristanzeige — selbst wieder Nachweis. Als Spamschutz ein unsichtbares Honeypot-Feld und eine Wartezeit, bewusst kein Bild-Captcha: ein Captcha ausgerechnet auf dem Formular, über das behinderte Menschen den Shop erreichen sollen, wäre selbst ein Verstoß.

Ergänzend eine Kleinstunternehmer-Selbsteinschätzung mit datiertem Ergebnis.

Was das Modul ausdrücklich nicht tut

Es stellt keine Barrierefreiheit her. Ein großer Teil der Anforderungen ist Inhalt: sinnvolle Alt-Texte, aussagekräftige Linktexte, Untertitel, verständliche Sprache, die Kontraste des individuellen Designs. Das entscheidet ein Mensch. Genau diese Punkte stehen in der manuellen Checkliste — das Modul sagt dir, was du selbst prüfen msust

Es ist kein Overlay-Widget. Keine einblendbare Toolbar mit Kontrast- und Vorleseknöpfen. Solche Widgets werden von Behindertenverbänden abgelehnt, schaffen nachweislich keine Konformität, und in den USA werden Shops mit Overlay häufiger verklagt als solche ohne. Ein Knopf wäre leichter zu verkaufen — er wäre nur nicht ehrlich.

Es rechnet sich nicht schön. Die Prüfung liest den HTML-Quelltext und führt kein JavaScript aus; die meisten Fixes arbeiten aber im Browser. Deshalb zeigt der Bericht zwei getrennte Zahlen: „Offene Fehler" und „Vom Modul entschärft". Ein entschärfter Befund ist nicht aus der Welt — wird der Fix abgeschaltet, ist er wieder da. Dauerhaft behoben ist ein Punkt erst im Template. Andere Anbieter zählen solche Befunde stillschweigend weg; dieses Modul benennt den Unterschied.

Technisches, wens interessiert.

Systemmodul für modified eCommerce, entwickelt und geprüft gegen 3.3.0-r16825; die verwendeten Hook-Ordner und Helfer existieren auch in 2.x. Keine Kerndatei wird geändert — Installation per FTP und ein Klick unter Systemmodule, das Schema legt das Modul selbst an. Fallback-Selektorketten für tpl_modified_nova, nova_server, tpl_modified, tpl_modified_responsive, xtc5, bootstrap4 und Karl Bootstrap 5, mit generischen Einträgen für unbekannte Child-Themes.

Die Prüfung läuft ausschließlich auf dem eigenen Server und ruft nur Adressen des eigenen Shops ab. Kein externer Dienst, kein Datenabfluss.

Eine Deinstallation löscht nur die Konfiguration. Prüfhistorie, Checkliste, Erklärung und Feedback-Eingänge bleiben erhalten: das ist dein Nachweis.